Fachoberschule für Technik

Ziel der Bildungsgänge der Anlage C APO-BK ist der Erwerb umfassender Handlungskompetenzen im Rahmen eines beruflich akzentuierten sowie wissenschaftsorientierten Bildungsprozesses. Die Bildungsgänge vermitteln Kompetenzen, die das selbstständige, fachliche Planen und Arbeiten in umfassenden beruflichen Tätigkeitsfeldern bzw. entsprechenden Studiengängen ermöglichen.

Die Bildungsgänge, die zu beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und zur Fachhochschulreife (FHR) führen, ermöglichen den Absolventinnen und Absolventen den Einstieg in eine qualifizierte Berufsbildung.

Wesentliches Ziel der Fachoberschule ist es daher, die Voraussetzungen für das Studium und für die Aus- und Fortbildung im gewählten Berufsfeld zu schaffen. Einerseits wird die Allgemeinbildung vertieft, andererseits wird auf die Fachhochschule vorbereitet; eine besondere Bedeutung bekommt folglich die Schulung grundlegender wissenschaftlicher Arbeitsweisen. Die Lernenden sollen zudem in die Lage versetzt werden, auch komplexere persönliche, berufliche und gesellschaftliche Lebenssituationen erfolgreich zu bewältigen.

Bildungsangebot

Das RBBK bietet die Fachoberschule – Fachrichtung Technik (FOS) – in den fachlichen Schwerpunkten Elektrotechnik und Metalltechnik an. Beide Schwerpunkte bereiten gezielt auf ein Studium mit dem Abschlussziel Bachelor of Engineering (und weiterführend auch Master of Engineering) vor.

Mit der Fachhochschulreife (FHR) können grundsätzlich aber auch andere Fachrichtungen an einer Hochschule studiert werden.

Die Fachoberschule für Technik wird in zweijähriger oder einjähriger Form mit unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen angeboten.

Fachoberschule Klasse 11 und 12

In der Fachoberschule Klasse 11 und 12 kann der schulische Teil der Fachhochschulreife und der praktische Teil der Fachhochschulreife innerhalb von zwei Jahren erworben werden.

Klasse 11

Den praktischen Teil der Fachhochschulreife erlangen die Absolventen dadurch, dass sie im ersten Jahr drei Wochentage in einem Praktikums- oder Ausbildungsbetrieb verbringen. Vor Schulbeginn muss der Vertrag über einen geeigneten Praktikumsplatz in einem Betrieb der Metall- oder Elektrotechnik vorliegen.

Das Praktikum muss einschlägig sein, um einen Überblick über betriebliche Abläufe und Inhalte wie in einer entsprechenden Berufsausbildung zu vermitteln.

Rechtliche Grundlage:

Die Durchführung des Praktikums richtet sich nach dem Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 11.12.2006 "Ausbildungsordnung für das gelenkte Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife sowie Zuständigkeiten für die Zuerkennung der Fachhochschulreife (Praktikum-Ausbildungsordnung" (BASS 13 - 31).

Ausführungen hierzu finden sich auch in der Broschüre "Das Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife in Nordrhein-Westfalen. Informationen für Schülerinnen und Schüler".

Für Schüler/-innen der Fachoberschule, die ihre Ausbildung vor dem 01.02.2007 begonnen haben, ist die "Praktikum-Ausbildungsordnung; Praktische Ausbildung in Klasse 11 der Fachoberschule / Einjähriges gelenktes Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife" (Runderlass des Kultusministeriums vom 04.05.1993, BASS 13 - 36 Nr. 5) maßgeblich.

Genehmigung des Praktikantenvertrages:

Es ist Aufgabe der Schülerinnen und Schüler, einen geeigneten Praktikumsplatz zu finden.

Vor Beginn des Praktikums muss der ausgefüllte Praktikumsvertrag – von Firma und Schüler bzw. Erziehungsberechtigten unterschrieben – bei der Schule eingereicht und genehmigt werden.

Der Eintrag in ein Praktikantenverzeichnis ist nicht erforderlich.

Dauer:

Die praktische Ausbildung erstreckt sich über ein Jahr. 

Arbeitszeit:

Während des Schulunterrichts wird wöchentlich an zwei Tagen z.B. 14 Stunden Unterricht erteilt, die auf die wöchentliche Arbeitszeit angerechnet werden.  Bei einer Regelarbeitszeit von zum Beispiel 37,5 Std. / Woche verbleiben in diesem Beispiel während der Wochen des Schulunterrichts als Arbeitszeit 27 Std. / Woche. Beträgt die Regelarbeitszeit 38 Std. / Woche, verbleiben 27 Std. 30 Minuten / Woche. 

In den Ferien beträgt die Arbeitszeit die volle Regelarbeitszeit (z.B. 38 Std. oder 37,5 Std.). 
An unterrichtsfreien (aber nicht arbeitsfreien) Tagen sind die Praktikanten/innen verpflichtet, ihrer Tätigkeit als Praktikant/in nachzugehen.

Unterrichtstage und Praktikumstage:

Im fachlichen Schwerpunkt Elektrotechnik findet der Unterricht am Montag und Dienstag statt.

An den Wochentagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag erfolgt die praktische Ausbildung im Betrieb.

Im fachlichen Schwerpunkt Metalltechnik findet der Unterricht am Donnerstag und Freitag statt.

An den Wochentagen Montag, Dienstag und Mittwoch erfolgt die praktische Ausbildung im Betrieb.

Wird am Wochenende oder an einem gesetzlichen Feiertag gearbeitet, muss nicht volljährigen Praktikanten/innen ein Freizeitausgleich an einem schulfreien Tag derselben oder der folgenden Woche gewährt werden (vgl. §§ 15-18 JASchG).

Urlaubsanspruch:

Statt Ferien erhalten die Praktikanten/innen für die Zeit des Praktikums Urlaub.

Der Urlaubsanspruch wird vom Bundesurlaubsgesetz, vom Jugendarbeitsschutzgesetz sowie durch entsprechende tarifliche Bestimmungen geregelt.

Im ersten Kalenderjahr der Ausbildung (vom Beginn der Ausbildung bis zum 31.12. des Jahres) erhalten Praktikanten/innen, die zum 01.01. des Jahres

noch nicht 16 Jahre alt gewesen sind: 
monatliche Anteile von 30 Werktagen (z.B. 5/12 von 30 bei Beginn 01.08.),

noch nicht 17 Jahre alt gewesen sind: 
monatliche Anteile von 27 Werktagen (z.B. 5/12 von 27 bei Beginn 01.08.),

noch nicht 18 Jahre alt gewesen sind: 
monatliche Anteile von 25 Werktagen (z.B. 5/12 von 25 bei Beginn 01.08.).

Im zweiten Kalenderjahr der Ausbildung (bis zum Ende der Klasse 11 bzw. des Praktikantenvertrages) erhalten Praktikanten/innen den vollen Jahresurlaub entsprechend ihres Alters am 01.01. des Jahres.

Der Urlaub in der Klasse 11 der Fachoberschule ist während der Schulferien zu gewähren und in Anspruch zu nehmen.

 

Klasse 12

Im zweiten Jahr bereiten sich die Lernenden dann im Vollzeitunterricht auf die Prüfung zur Fachhochschulreife (FHR) vor.

Voraussetzungen zum Besuch der Klasse 12 sind der Mittlere Schulabschluss (FOR), ein

erfolgreich abgeschlossenes Praktikum im Berufsfeld Metall- oder Elektrotechnik und die Versetzung von Klasse 11 nach Klasse 12 der Fachoberschule.

 

Fachoberschule Klasse 12 B:

Mit Ausbildung und Berufserfahrung zur Fachhochschulreife

Wer bereits Berufserfahrung vorweisen kann, kann die Fachhochschulreife in nur einem Vollzeitschuljahr in der Fachoberschule Klasse 12 B nachholen. Voraussetzung für den Besuch ist der praktische Teil der Fachhochschulreife, d.h. eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder eine mindestens vierjährige Berufserfahrung im gewählten Schwerpunktbereich sowie ein mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife).

Den Weg über die Klasse 11 wird nur leistungsstarken Schülerinnen und Schülern empfohlen. Auch im Hinblick auf das sich anschließende Ingenieurstudium ist eine abgeschlossene Berufsausbildung die wesentlich solidere Basis im Vergleich zum Praktikum.

Unterrichtsfächer

Es werden die Fächer Deutsch, Politik, Sport, Religion, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik, Technikgrundlagen und Technikschwerpunkte (Elektrotechnik oder Metalltechnik).

Prüfungsfächer

Die schriftliche Abschlussprüfung in der Fachoberschule Technik (FOS) besteht aus vier Klausurarbeiten in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Technik (Elektrotechnik oder Metalltechnik).

Nach dem schriftlichen Prüfungsteil kann eine mündliche Prüfung folgen.

Über die Aufnahme in die Fachoberschule Technik entscheidet das RBBK in Abhängigkeit von vorhandenen Kapazitäten.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Erklärfilm Vollzeitschulische Bildungsgänge zum Erwerb der FHR

 

Abteilungsleitung Vollzeitbildungsgänge

Fr. Spliethoff, StD`

Telefon: 0203/283-5578
u.spliethoff@rbbk-duisburg.de