Projekt "Carwash" 2017

Das diesjährige Carwash-Projekt war wieder ein voller Erfolg für die Mechatroniker und EBT‘ ler.

In Zusammenarbeit mit der ROC Nimwegen wurde wieder ein Waschstraßen Projekt durchgeführt. Die Kooperation hat den Schülern Spaß bereitet und den internationalen Austausch gefördert. Besonders die Mechatroniker der Mec 151 konnten sich über den Hauptgewinn dieser Veranstaltung freuen. Sie haben einen Rundgang durch den Movie Park Germany mit Blick hinter die Kulissen gewonnen.

Die Bildungsgänge Mechatroniker/In und Elektroniker/In für Betriebstechnik nehmen im 2.Schulhalbjahr 2016/2017 am Euregio-Projekt Carwash II teil. Schwerpunkt des Projektes ist die Kommunikation in der Fachsprache Englisch. Die Kooperation ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit aus dem Jahr 2014 (Carwash I).

Während in der Vergangenheit der Fertigungsaspekt im Vordergrund stand, steht nun die Programmierung und Präsentation der Waschanlage im Vordergrund.

Die niederländischen Studenten fertigen in Zweiergruppen die Einzelmodule der Waschanlage. Sie sind auch für die Verdrahtung der Sensorik und Aktorik bis zur Übergabeschnittstelle verantwortlich. Die deutschen Auszubildenden stellen die Steuerung bereit, erstellen das Programm in Rücksprache mit den niederländischen Studenten und dokumentieren ihre Ergebnisse in Form von Schaltplänen und Programmausdrucken.

https://www.youtube.com/watch?v=Z115rAjIv7A

Steuerungsbedingungen:

Das Fahrzeug wird mit Hilfe einer Transportkette durch die Waschanlage gezogen. Der Antrieb der Kette läuft an, wenn sich der Wagen in der Startposition (Lichtschranke) befindet und das Waschprogramm (Ziffernfeld) vorgewählt wurde.

Am Kettenritzel des Antriebsmotors befindet sich ein induktiver Näherungssensor. Beim Umlauf des Ritzels löst jeder Zahn des Kettenritzels ein Schaltimpuls aus. Die Position des Fahrzeugs in der Waschstraße kann über das Übersetzungsverhältnis des Kettentriebes und der Anzahl der Impulse je Umdrehung des Ritzels ermittelt werden.

Das Standardprogramm beinhaltet Vor-und Hauptwäsche sowie den Trocknungsvorgang.

Vorwäsche: In der Vorwäsche simulieren LEDs den Wasserfluss. Gleichzeitig erzeugt ein Getriebemotor die Oszillationsbewegung der Düsen und unterstützt damit die Reinigungswirkung der Vorwäsche.

Hauptwäsche: In der Hauptwäsche reinigen horizontale und vertikale Waschbürsten das Fahrzeug. Drei Getriebemotoren erzeugen die Drehungbewegungen der Bürsten. Zwei monostabile 5/2 Wegeventile steuern die pneumatische Zustellbewegung der Bürsten. Als Aktoren dienen doppelt wirkende Zylinder, die abluftgedrosselt aus und einfahren. Am Ende des Hauptwaschganges wird über mehrere Düsen(LEDs) ein Klarspüler vernebelt. Der Waschzusatz unterstützt die Trockenwirkung und verhindert Kalkablagerungen.

Trocknen: Das Trockenmodul besteht aus einem beweglichen Streifenvorhang und einem Warmluftgebläse. Der Gebläsemotor und der Antrieb des Streifenvorhangs müssen in den Steuerungsablauf integriert werden.

Sie sollen ein weiteres Waschprogramm programmieren. Die Zusatzfunktionen, z.B. Reifenwäsche, Unterbodenwäsche, Konservieren, … müssen mit den niederländischen Studenten abgesprochen werden

In der Waschstraße dürfen maximal zwei Fahrzeuge gleichzeitig gereinigt und mit unterschiedlichen Programmen im Umlauf betrieben werden.

Das Projekt hat am 24. April 2017 begonnen und endete mit einer gemeinsamen Präsentation der Anlagen am 24. Juni 2017 in Nimwegen. Während der Durchführungszeit fanden zwei Besuche der Projektpartner an den jeweiligen Schulstandorten statt.

Zurück