Schüleraustausch mit Norwegen

Erfahrungsbericht Norwegen

Vom 24.10 bis 4.11 waren wir mit sieben Schülern, die sich freiwillig gemeldet haben, im Süden von Norwegen, genauer gesagt in Egersund. 

Dort hatten wir die Gelegenheit, die Arbeitsweise in norwegischen Unternehmen und die Ausbildung praktisch zu erfahren. Wir hatten vier Termine für den Besuch der Schule und für Unternehmen vor Ort. Am ersten Tag wurden wir zum Essen beim Inder eingeladen (was ich relativ schade fand, da ich lieber die lokale Küche probiert hätte).

Die Schüler in Norwegen werden in einer Art freiem System ausgebildet: Sie können sich ihre Tagesbeschäftigung im Bereich ihrer Unterrichtsfächer aussuchen  und müssen relativ selten an einer normalen Unterrichtstunde teilnehmen, wie sie bei uns bekannt ist. Wir kamen in den Werkstattbereich, wo wir eine flexible Leitung für einen Kran verdrahtet haben - eine einfache Aufgabe. Die Mitarbeiterteams wurden bewusst zwischen Norwegern und Deutschen gemischt, damit wir uns besser kennenlernen konnten.

Am zweiten Tag haben wurden wir in zwei Teams aufgeteilt, das eine Team beschäftigte sich mit einen Pumprundlaufsystem, das andere Team hatte die Aufgabe einen Generator zu reparieren. Am dritten Tag besichtigten wir einen Wasserkraftwerkbetreiber. Solche Kraftwerke sind in Norwegen weit verbreitet, denn in Norwegen gibt es viele Flüsse und Seen, die als Wassermagazin dienen. 98% der produzierten Energie in Norwegen ist Ökostrom.

Am nächsten Tag besuchten wir eine ähnliche Anlage und sahen einen Teil des Magazins der Wasserkraftanlage. Anschließend sind wir an einen Pier gefahren und haben in einen Stourg (Flussübergang ins Meer) geangelt.

Am Wochenende hatten wir endlich Zeit die Gegend zu sehen. Wir sind zusammen nach Peikestone gefahren, um die Landschaft zu genießen. Zudem sind wir auch Meer gewesen, welches ebenfalls eine beeindruckende Aussicht bot.

Am Montag nach dem Wochenende hatten wir wieder Schule und haben mit dem Generator und mit dem Pumpsystem weiter gemacht. Am Dienstag beendete die Gruppen mit dem Pumpsystem ihre Arbeit, der Generator war ein zu umfangreiches Projekt und wurde nicht beendet. Am Mittwoch haben wir die Energiegewinnungsfirma Kirva-Sirava anzusehen die ebenfalls mit Staudammkraftwerken arbeitet. Was uns aufgefallen ist, dass alle Anlagen dieser Art immer unterirdisch angelegt sind und dass sie so automatisiert sind, dass nur wenige Arbeiter diese Anlagen warten und überwachen müssen. Anschließend bin ich am selben Tag mit einen weiteren Teilnehmer der Norwegenreise durch ein Naturschutzgebiet zum Leuchtturm nach Lindesness gewandert.

Am Donnerstag, dem letzten Tag unseres Austausches, besuchten wir ein Tagebau-Unternehmen, das bestimmte Gestein- und Kieselsorten zu einer weißen Schutzlackierung (für z.B. Helme) produziert. Neben der Fabrikhalle auf einem Berg haben wir ein Gruppenfoto mit der norwegischen Klasse gemacht, mit der wir unterwegs waren.

Zum Schluss muss ich sagen, dass es insgesamt ein großartige Erfahrung war, doch ich hätte mir eine bessere Planung und mehr praktische Zusammenarbeit mir den norwegischen Schülern gewünscht. Dennoch ist die Teilnahme an diesen Schüleraustausch nur zu empfehlen, für mich war das echt eine großartige Erfahrung! Niklas Gohr

 

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