Heimatverein erkundet das Robert-Bosch-Berufskolleg

Bei einem Rundgang des Heimatvereins Hamborn durch das Robert-Bosch-Berufskolleg erzählte Hartmut Kipke den interessierten Zuhörer viele Details über den Bau des Schulgebäudes 1927/29 und die zahlreichen Ausbildungsberufe dieser Zeit, die sich in den Handwerkssymbolen über den Außentüren wiederfinden.

„Alle lassen sich vor den großen Eingangstüren fotografieren“,meinte Hartmut Kipke. Die Eingangstüren mit den Art-déco-Figuren des Düsseldorfer Künstlers Carl Neuhaus bieten sich für ein Foto geradezu an.

Bei einem Rundgang durch das alte Backsteingebäude sahen die Mitglieder des Heimatvereins Hamborn die Reste des Heimatmuseums sowie die Aula, in der schon Konrad Adenauer in der Nachkriegszeit politische Reden hielt. Das alte Gebäude hat einen (leergeräumten) Dachboden, aber keinen Keller. In den alten Werkstätten, die 1979 durch ein neues Werkstattgebäude ersetzt wurden, hat man nach 1929 Segelflugzeuge und Rennwagen mit Raketenantrieb gebaut. Ab 1933 fanden hier Reichsberufswettkämpfe statt. Für den Fliegeralarm im 2. Weltkrieg gab es einen Luftschutzraum. Da die Hamborner Berufsschule die Bombennächte 1944 unversehrt überstanden hatte, wurde sie 1945 zunächst von den Besatzungsmächten genutzt. Im Oktober 1945 begann wieder der Unterricht. Ausgebombte Lehrer wohnten in der Nachkriegszeit in der Schule.

Mit vielen baulichen Maßnahmen durch den Brandschutz und durch veränderte Nutzungskonzepte bietet das Robert-Bosch-Berufskolleg für den Duisburger Norden heute ein modernes Bildungsangebot für die Berufsausbildung sowie zahlreiche Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten.

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