Im Mai 2026 besuchten Schüler der Zusatzqualifikation „Wasserstoff“ den World Hydrogen Summit in Rotterdam. Neben spannenden Einblicken in die internationale Wasserstoffwirtschaft standen auch Netzwerkarbeit und die Erkundung des größten Seehafens Europas auf dem Programm.

Drei Tage voller neuer Eindrücke, spannender Fachgespräche und wertvoller Kontakte: Vom 19. bis 21. Mai 2026 besuchten 13 Schüler der Zusatzqualifikation „Wasserstoff“ gemeinsam mit drei Lehrkräften des Wasserstoffkompetenzteams sowie der Abteilungsleiterin der Fachschule für Technik die niederländische Hafenmetropole Rotterdam.

Bereits die gemeinsame Anreise bot Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vorbereitung auf das umfangreiche Programm. Im Mittelpunkt der Exkursion stand der Besuch des „World Hydrogen Summit“, der weltweit führenden Messe und Konferenz für die Wasserstoffwirtschaft.

Der Messetag am 20. Mai bot den Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen rund um die Erzeugung, den Transport, die Speicherung und die Nutzung von Wasserstoff. Zahlreiche internationale Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politische Akteure präsentierten innovative Technologien und zukunftsweisende Projekte.

Besonders beeindruckend waren die großtechnischen Anlagenmodelle, die vorgestellten Infrastrukturprojekte sowie die Einblicke in internationale Wasserstoffstrategien. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, mit Fachleuten aus aller Welt ins Gespräch zu kommen, technische Fragestellungen zu diskutieren und die im Unterricht erworbenen Kenntnisse mit realen Anwendungsbeispielen zu verknüpfen.

Am Abend konnten alle Beteiligten die zahlreichen Eindrücke des Messetages bei einem gemeinsamen Essen noch einmal Revue passieren lassen. In angenehmer Atmosphäre wurden Erfahrungen ausgetauscht, neue Erkenntnisse diskutiert und die vielen Impulse des Tages reflektiert.

Am folgenden Tag erkundete die Gruppe Rotterdam im Rahmen einer geführten Fahrradtour. Dabei standen nicht nur die moderne Stadtentwicklung und die wirtschaftliche Bedeutung der Metropole im Fokus, sondern auch die Rolle des Rotterdamer Hafens als eines der wichtigsten Energie- und Logistikzentren Europas.

Die Tour vermittelte spannende Einblicke in industrielle Hafenbereiche, zukünftige Wasserstoffimportkorridore und die zentrale Bedeutung der Hafeninfrastruktur für die Energiewende. Auf anschauliche Weise wurde deutlich, wie eng Stadtentwicklung, Industrie, Logistik und nachhaltige Energieversorgung miteinander verknüpft sind.

Die Exkursion erwies sich sowohl für die Lernenden als auch für die begleitenden Lehrkräfte als großer Gewinn. Die direkte Begegnung mit aktuellen Technologien, internationalen Projekten und potenziellen Partnern ermöglichte einen praxisnahen Blick auf die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft.

Darüber hinaus konnten bestehende Kooperationen weiter vertieft und neue Kontakte geknüpft werden. Besonders der Austausch am Stand der kanadischen Botschaft sowie Gespräche mit dem brasilianischen Wasserstoffproduzenten Pecém eröffneten interessante Perspektiven für zukünftige Projekte und internationale Zusammenarbeit.

Auch die Zusammenarbeit mit Duisport konnte weiter ausgebaut werden. Die Gespräche vor Ort zeigten zahlreiche Möglichkeiten für Kooperationen in den Bereichen Wasserstofflogistik, Ausbildung und gemeinsame Projektentwicklung auf.

Die Exkursion nach Rotterdam hat eindrucksvoll gezeigt, welche Chancen die Wasserstoffwirtschaft für die Energieversorgung von morgen bietet und wie wichtig internationale Zusammenarbeit für deren Erfolg ist. Ein erneuter Besuch im kommenden Jahr erscheint daher besonders reizvoll – insbesondere in Verbindung mit einer Besichtigung des im Aufbau befindlichen Elektrolyseurs Holland Hydrogen I von Shell. Als eines der bedeutendsten Wasserstoffprojekte Europas könnte die Anlage den Lernenden weitere wertvolle Einblicke in großtechnische Elektrolyseverfahren und die praktische Umsetzung der Energiewende vermitteln.

 

 

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